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18. Sep
Mon

Macro Extended: Drei Methoden am Beispiel einer Armbanduhr

Grad war mir etwas langweilig, also hab ich mir mal den Spaß gegönnt, einen direkten Vergleich zwischen einem 1:1 Makro, einem 1:1 Makro mit Erweiterungsringen, sowie einem ‘normalen’ Objektiv in Retrostellung zu machen. Die Erkenntnisse, die sich dabei haben sammeln lassen, sind, zusammengefasst, folgende:

  • Gewinner in der Kategorie Vergrößerung ist der Retroadapter.
    Hier gilt, je kleiner die Brennweite des Objektives in Retrostellung, desto größer die resultierende Vergrößerung.
  • Das Objektiv in Retrostellung schluckt und benötigt eine ganze Menge mehr Licht als die anderen Kombinationen.
    Während ich bei dem Makroobjektiv und demselben mit Erweiterungsringen Belichtungszeiten zwischen 1/3 Sekunde und 1 Sekunde brauchte, waren es bei der Zuhilfename des Retroadapters bei gleichen Rahmenbedingungen saftige 8 Sekunden. Da ich meine Armbanduhr als Motiv genommen habe, ist der Sekundenzeiger verschwunden.
  • Ein Stativ ist obligatorisch, ein Einstellschlitten oder eine ähnliches Gerät ist zur Feineinstellung absolut empfehlenswert.
    Man kann sich behelfen, indem man das Motiv oder das Stativ verschiebt, sollte aber tunlichst vermeiden, die Unterlage des Motives zu berühren (so man davon sprechen kann). In meinem Fall lag das Motiv (die Uhr) auf meinem Schreibtisch, der gute zwanzig Sekunden brauchte, um seine Schaukelschwingungen abzulegen – obwohl ich ihn nur berührt hatte.
  • Viel Licht.
    Ohne ausreichendes bis überschwengliches Licht braucht man eigentlich gar nicht erst anzufangen. Gerade mein 18-70mm war in Retrostellung so dunkel, dass man kaum sehen konnte, was man eigentlich im Visier hat. Dann jeweils 8 Sekunden Belichtungszeit (oder mehr) abzuwarten, um den Ausschnitt festzulegen (oder zu verwerfen) ist idiotisch. :)

Soweit zum Wissen; Hier die Bilder:

Erster Versuch – 1:1 Makro

Extension #1

Cosina 100mm Makro, Brennweite 150mm equivalent KB, f/22, 1/3 Sekunde
Dieses ist die einfachste “Kombination”. Sie ist so, wie Gott und Cosina sie schuf, braucht das wenigste Licht, bietet aber auch “lediglich” einen Abbildungsmaßstab von 1:1 (equivalent KB). Die Blende lässt sich am Cosina 100mm AF Macro Digital über einen Blendring einstellen, was gegenüber meinem 18-70mm in Retro durchaus ein Vorteil sein kann.

Zweiter Versuch – 1:1 Makro mit Erweiterungsringen

Extension #2

Cosina 100mm Makro mit Erweiterungsringen, Brennweite ca 220mm equivalent KB, f/22, 1 Sekunde
Hier kamen meine Extension Tubes, Marke Jin She Jie Quan zum Einsatz (Kombination 2x Adapter, Ringe 1, 2 und 3), ansonsten ist der Aufbau wie der obige.

Dritter Versuch – 18mm in Retrostellung

Extension #3

AF-S Nikkor 18-70mm 1:3.5-4.8G ED (IF DX), Brennweite 18mm (27mm equivalent KB) in Retrostellung, f/22, 8 Sekunden.
Der an sich interessanteste Versuch, leider auch der am Schwersten zu kontrollierende. Um die Blende auf f/22 zu fixieren, habe ich sie im Manuell-Modus der Kamera vorgewählt und das Objektiv bei gedrückter Abblendtaste abgenommen. Das knirschende Geräusch habe ich ignoriert. Das ging problemfrei. :) Dadurch und durch die kleine Größe der Rücklinse des Objektives war durch den Sucher kaum noch etwas zu sehen, was die Ausschnittswahl etwas schwierig gestaltete – zumal ich auch nicht wirklich viel Licht zur Hand hatte. Hier sind Fernauslöser und Einstellschlitten absolut empfehlenswert, sonst wird das ganze Spiel zur frustierenden Rate- und Warte-Partie.
Mit dem richtigen Motiv dürfte sich das Ergebnis aber dennoch sehen lassen können.

Mission accomplished und wieder etwas Zeit totgeschlagen.

2 Antworten zu „Macro Extended: Drei Methoden am Beispiel einer Armbanduhr”

  1. #1~tine

    ich hoffe das sind kratzer auf der Uhr ;D
    aber coole Bilder

  2. #2~Mac

    Das wär mal ne harte Nummer! :) Nee nee, was du da siehst ist jahrelang-nicht-geputzt mit einer Prise mit-Schlüsselbund-in-Hosentasche.