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10. Sep
Mon

Noch einmal ausgegraben: Vorratsdatenspeicherung bringt 0,006% bessere Aufklärungsrate

Ich habe soeben noch einmal den heise online-Artikel “Vorratsdatenspeicherung für eine 0,006 Prozentpunkte höhere Aufklärungsquote” vom 16.07.2007 ausgegraben.
Dort heißt es unter anderem, dass etwa Irland eine solche Vorgehensweise bereits praktiziert, sich aber de facto nichts an der Verbrechensquote geändert hat. Nach einer Studie des Bundeskriminalamtes würde sich auch in Deutschland nicht viel ändern: Von bisher 55% Aufklärung der Verbrechen würde sich die Rate auf 55,006% verbessern.
0,006%, das heißt: Von 600.000 Straftaten würde nun eine zusätzlich aufgeklärt werden. Statt 330.000 Terroranschlägen nun einer weniger? Können wir so viele Anschläge – und darum geht es ja wohl – überhaupt haben?

Der Tagesspiegel schrieb 2006 noch, die Anzahl der Terroranschläge sei weltweit seit 2001 von 700 auf 2200 gestiegen, wobei allerdings gleichfalls die Verbreitung der Anschläge abgenommen habe: Der Großteil der Anschläge findet in denselben Staaten statt. So liest sich im entsprechenden Beitrag:

Auch wenn unsere Bedrohungswahrnehmung aufgrund der Anschläge in New York, London und Madrid eine andere ist, so wird politische Gewalt im Regelfall dort ausgeübt, wo sie aufgrund von sozialer Ungerechtigkeit und der Ausgrenzung von benachteiligten Gruppen auch entsteht.

Also welche Bedrohung fürchten wir nun, dass wir – knapp 82 Millionen Deutsche – eine Einschränkung unserer Persönlichkeitsrechte, insbesondere das in der Europäischen Menschenrechtskonvention umrissene Recht auf die Informationelle Selbstbestimmung, in Kauf nehmen und zunehmend transparenter werden für jemanden, den wir nicht einmal kennen (und nicht einmal wissen, wie lange jene Informationen über uns überhaupt gebunkert werden) just für den Fakt, dass von 330.000 nicht erwischten Problemfällen einer weniger entkommt?

Und wer versichert mir eigentlich, dass meine politische Einstellung – überwacht, gesammelt und protokolliert – nicht irgendwann einmal gegen mich genutzt wird, wenn die deutsche Regierung sich vollständig in ein menschenfeindliches Regime verwandelt hat? Kann ein Schäuble das eigentlich verantworten?

Eine Antwort zu „Noch einmal ausgegraben: Vorratsdatenspeicherung bringt 0,006% bessere Aufklärungsrate”

  1. [...] kommt, dass die Vorratsdatenspeicherung, laut einer Studie des Bundeskriminalamts, die Aufklärungsquote bei Verbrechen um ganze 0,006% steigern würde, also “von derzeit 55 % im besten Fall auf [...]