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12. Okt
Fre

Einstein vs. Zebra – Knüfteln galore

Was ein Aufreißer: Einstein, der dieses Rätsel als Kind ersann, behauptete, lediglich 2% der Weltbevölkerung wären in der Lage, das Rätsel zu lösen.
Gut, an anderer Stelle heißt es dann, es könnte natürlich auch Lewis Carrol gewesen sein. Eigentlich gibt es gar keinen Beweis dafür, wer’s nun wirklich gewesen ist. Oder dass die Zahl stimmt.
Als das Rätsel jedenfalls 1962 erstmals in einer Zeitschrift erschien und 1963 an derselben Stelle aufgelöst wurde, waren mehrere hundert Leserbriefe aus aller Welt mit korrekten Lösungen eingetroffen. Vom Rätsel scheint es verschiedene Variationen zu geben; Die, mit der ich mir heute die Zeit vertrieben habe ist die folgende:

Die Vorbedingungen:

  1. Es gibt fünf Häuser mit jeweils einer anderen Farbe.
  2. In jedem Haus wohnt eine Person einer anderen Nationalität.
  3. Jeder Person bevorzugt ein bestimmtes Getränk, raucht eine bestimmte Zigarettenmarke und hält ein bestimmtes Haustier.
  4. Keine der fünf Personen trinkt das gleiche Getränk, raucht die gleichen Zigaretten oder hält das gleiche Tier wie einer seiner Nachbarn.

Die Hinweise:

  1. Der Brite lebt im roten Haus
  2. Der Schwede hält einen Hund
  3. Der Däne trinkt gerne Tee
  4. Das grüne Haus steht links vom weißen Haus
  5. Der Besitzer des grünen Hauses trinkt Kaffee
  6. Die Person, die Pall Mall raucht, hält einen Vogel
  7. Der Mann, der im mittleren Haus wohnt, trinkt Milch
  8. Der Besitzer des gelben Hauses raucht Dunhill
  9. Der Norweger wohnt im ersten Haus
  10. Der Marlboro-Raucher wohnt neben dem, der eine Katze hält
  11. Der Mann, der ein Pferd hält, wohnt neben dem, der Dunhill raucht
  12. Der Winfield-Raucher trinkt gerne Bier
  13. Der Norweger wohnt neben dem blauen Haus
  14. Der Deutsche raucht Rothmans
  15. Der Marlboro-Raucher hat einen Nachbarn, der Wasser trinkt

Die Aufgabe:

  • Wem gehört der Fisch?

Für Eilige: Dauert vielleicht eine Stunde, auf jeden Fall reicht eine Tasse Kaffee.

Im Nachgang ist mir allerdings aufgefallen, dass ich ob meines ganzen Enthusiasmus einem in diesem Fall nicht schwerwiegendem, aber trotzdem fiesen Denkfehler auferlegen bin: Bedingung 4 sagt zwar aus, dass das grüne Haus links vom weißen Haus steht, allerdings nicht wie weit. In Folge dessen ergibt sich natürlich in der Tat auch die Möglichkeit für mehrere Lösungen des Rätsels. (Siehe hier, ff) Eigentlich erstaunlich, dass olle Alfred – wenn er’s denn war – das Rätsel nicht so ausgefeilt hat, dass es auf die Umschiffung genau dieses Problems ankommt – immerhin hat er mit seinen 98% ja doch recht hoch gepokert.
Allerdings sollte man zu seiner Verteidigung – w.e.d.w. – auch darauf hinweisen, dass der allgemeine Bildungsstand in den letzten Jährchen ja auch etwas gestiegen ist. Dazu kommt, dass weltweit wohl knapp 13% weder lesen, noch schreiben können. Und: Früher gab’s noch keine Tabellenkalkulation, die das Radieren überflüssig machte und das Zellenverschieben erlaubte.

Meine Lösung sah dann letztendlich etwa so aus:

Einstein-Rätsel Tabellenkalkulation

… natürlich schön in Graustufen, nicht dass hier wer schummelt. :) Was mich jetzt noch reizt ist, das Ganze über ein Gleichungssystem zu lösen. (Natürlich nicht von Hand, sondern brav via Matlab.) Mal schauen, vielleicht irgendwann mal.

Um noch einmal auf die angesprochene, ursprüngliche Veröffentlichung im Life International-Magazin zu kommen: Dort las sich das Rätsel etwas anders; Vor allem aber sind die Haustiere etwas ausgefallener – daher der Name Zebrarätsel.

Besser als Tamagotchi Sudoku allemal.

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