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  • Flickr Photos

    www.flickr.com
3. Jun
Mit

Analog-Bilder taggen – Und: Entwicklungshilfe

Im Rahmen meiner Vorbereitungen auf den großen Angriff auf das analoge Mittelformat hatte ich mir überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre, Daten wie Blende, Belichtungszeit und ASA-Wert mit in die EXIF-Daten des gescannten Bildes zu übernehmen. Ich meine, schön und gut, dass ich das Bild mit einem 8800F gescannt habe – das hilft nur keinem. Mir nicht, und anderen auch nicht.
Ich habe dann mal nach einer entsprechenden EXIF-Erweiterung gesucht und nichts vollständig treffendes gefunden, dafür aber etwas ähnliches: Filmtagger.

Filmtagger

Das Programm erlaubt es, eine Reihe von Kameras, Objektiven, Filmen und Entwicklern einzutragen und bläst diese dann in die EXIF- und IPTC-Daten der gescannten Dateien. Blende und Belichtungszeit muss man zwar trotzdem noch von Hand nachtragen, aber das macht ja auch Sinn. Dafür eignet sich dann etwa die ExifTool GUI, oder ähnliche Software.

Als Beispieltag war ein Tag der Art filmdev:recipe=5280 vorgegeben. Das ist, wo es spannend wird: FilmDev ist eine Seite, die Film-Entwicklungsrezepte listet und mit Flickr-Verknüpft. Mit dem passenden Greasemonkey-Skript kann man so zu einem analogen Bild auf Flickr sehen, wie es zubereitet wurde – und andersherum. Das obige Rezept Nummer 5280 behandelt zum Beispiel die Entwicklung des 35mm-Films Fomapan 200 in Ilford Microphen bei einer Verdünnung von 1:3, zeigt auch gleich, wie’s aussieht und erlaubt Kommentare.

filmdev.org

Aufgrund der visuellen Komponente eine geniale Ergänzung zum Massive Dev Chart. (Die Flickr-Gruppe zu FilmDev findet sich hier.)

Aber dem nicht genug, auf der Seite von Filmtagger findet sich auch noch devDB. Hiermit lässt sich eine Datenbank über die für die Filmentwicklung entscheidenden Kriterien wie Film, gewählter ISO, Entwickler, Verdünnung, Entwicklungszeit und Kipprhythmus, sowie ein Kommentar eintragen. Auf diese Weise ist es nicht nur möglich, sich zu merken, was womit ging, und wie es aussah, das Programm bietet als Zusatz auch einen Timer, der fröhlich piepsend ankündigt, wann man seine Entwicklerdose denn nun zu kippen hat.

devDB

Ich sehe schon, das wird Spaß machen.

Nachtrag zu Filmdev: Wer seinen Entwickler nicht findet, kann ihn unter anderem in diesem Forumsbeitrag beantragen. Caffenol und Caffenol-C gibt’s zum Beispiel seit heute.

2 Antworten zu „Analog-Bilder taggen – Und: Entwicklungshilfe”

  1. #1~boris

    Hah – sehr cool. Ich glaub sowas kann ich brauchen… ;)

  2. #2~Markus

    Geil, hast auch grad erst angefangen? Das’ ja mal mehr als optimal!